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Raucherentwöhnung leicht gemacht
Die meisten Aufhörversuche finden ohne fremde Hilfe statt und sind leider nicht erfolgreich. Wir haben die Pflicht und müssen es uns zu unserer Aufgabe machen, Raucherinnen und Raucher in ihrem Willen zu stärken einen Rauchstopp vorzunehmen. Aufgerufen sind wir alle, an dieser Aufgabe mitzuwirken.
Vielen Rauchern ist die Einhaltung einer absoluten Tabakabstinenz trotz des festen Vorsatzes und einer hinreichenden Motivation nicht über lange Zeit möglich. Verantwortlich hierfür sind die vielfältigen Aspekte der Tabakabhängigkeit: gesellschaftliche und psychische Faktoren sowie die körperliche Abhängigkeit. Raucherentwöhnungen müssen also zugleich psychische als auch physische Bedingungen des Rauchens angehen.
Wenn die alleinige Ermunterung nicht zum Erfolg führt, weil das Verlangen nach Zigaretten zu groß und die Tabakabhängigkeit zu stark ist, gibt es als Therapeutika Nikotinpräparate, die die Chancen verdoppeln, erfolgreich mit dem Rauchen aufzuhören.
Die :fjah will die Zahl der Ex-Raucher drastisch erhöhen, das heißt den Rauchern Hilfestellung bei der Raucherentwöhnung geben.
Es gibt zahlreiche Methoden zur Raucherentwöhnung, die im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vom Institut für Therapieforschung in München dokumentiert worden sind. Der kommentierte Überblick über die verschiedenen Ansätze wurde 2000 veröffentlicht und gilt als ein wichtiger Leitfaden, auch wenn sich inzwischen das Angebot durch neue Produkte der pharmazeutischen Industrie, durch Initiativen wie die „Koalition gegen das Rauchen“ oder das gerade aktuelle WHO-Partnerschaftsprojekt vergrößert hat.
Die :fjah arbeitet mit einem verhaltenstherapeutischen Ansatz, im speziellen nach einem von der „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ entwickelten Programm. Die Erfolgsquote verhaltenstherapeutischer Ansätze wird in der o.g. Dokumentation des IFT mit ca. 20-30% nach 1 Jahr bewertet. Darüber hinaus gilt es als gesichert, dass eine Gruppenarbeit die Erfolgsaussichten eines Abstinenzvorhabens signifikant verbessert.
Das Ziel dieses verhaltenstherapeutisch ausgelegten Kurses ist es, Bewusstheit für das eigene Rauchverhalten zu erlangen sowie eine Entscheidung zur Schlusspunktmethode zu erarbeiten. Begleitet wird der Kursus mittels Techniken und Methoden wie Stressbewältigung, Entspannungsübungen, Situationsselbstbeobachtungen, Rollenspiele etc.
Es geht darum Verhaltensalternativen zu entwickeln, wie z.B. Umgang mit/Abgrenzung zu noch rauchenden Kollegen, Freunden etc. sowie erlernte Verhaltensmuster/ Rauchrituale zu korrigieren.
Innerhalb der Gruppe soll eine Kohäsion ermöglicht werden, die von den Teilnehmern als stützend erlebt wird. Die Selbstheilungskräfte des Einzelnen sollen synergetisch zusammengetragen werden, so dass jeder Teilnehmer seine eigenen Ressourcen und die gemeinsamen Stärken der Gruppe entdeckt und nutzen lernt.
Die gute Nachricht ist, dass es gesundheitlich zu jeder Zeit und in jedem Alter ein Gewinn ist, mit dem Rauchen aufzuhören. Diejenigen, die im Alter von 30 Jahren das Rauchen aufgeben, haben eine ähnlich hohe Lebenserwartung wie diejenigen, die nie geraucht haben. Wir ermutigen deshalb alle Nichtraucher und Ex-Raucher Raucherinnen und Rauchern Unterstützung für einen Rauchstopp zu geben. Und wir ermutigen alle Raucherinnen und Raucher, den Schritt aus der Tabakabhängigkeit zu wagen - alleine, durch Inanspruchnahme von Beratungen der im Gesundheitsbereich tätigen Experten und oder / mit Hilfe von Nikotintherapeutika.
Tabakrauch enthält mehr als 4000 Chemikalien, darunter über 40 krebserzeugende Substanzen und zahlreiche giftige Stoffe, wie beispielsweise Formaldehyd. Mehr als 25 Krankheiten und Todesursachen sind unter anderem auf die Wirkung dieser Substanz zurückzuführen.
Aber auch Nichtraucher, die häufig Tabakrauch in der Raumluft ausgesetzt sind, leiden unter Folgeschäden. Passivraucher beeinträchtigt das Wohlbefinden, ruft bei Kindern und Erwachsenen Krankheiten der Atemwege vor, beschleunigt die Entstehung von Herzkreislauf-Erkrankungen und verursacht Lungenkrebs.
Rauchen ist mit Abstand der bedeutendste und gefährlichste Innenraumschadstoff.
Rauchverbote an Arbeitsplätzen, im Pausenräumen, in Kantinen, Cafeteria und Teeküchen garantieren den Gesundheitsschutz der Nichtraucher. Jedoch bleibt ein komplettes Rauchverbot im gesamten Betrieb ein Ideal, dass zwar anzustreben aber selten in letzter Konsequenz umzusetzen ist.
Jeder Betrieb hat andere Voraussetzungen und sollte daher eigene Regelungen des Nichtraucherschutzes finden, die vernünftig und durchführbar sind. Hierbei können unter anderem die Kosten mancher Maßnahmen eine Rolle spielen, aber auch die Wünsche und Vorstellungen der Mitarbeiter. Alle Betriebspartner sollten in Entscheidungsprozesse über neue Regelungen zum Rauchen einbezogen sein.
In enger Anlehnung an die Forderungen der WHO will die :fjah nicht nur Nichtraucher schützen sondern auch ganz ausdrücklich die Gesundheit der rauchenden Mitarbeiter fördern: ein betriebliches Angebot zur Raucherentwöhnung -in Kombinationen mit den Rauchbeschränkungen Arbeitsplatz- kann Manchen schon den Schritt in die Rauchfreiheit erleichtern.
Unser Angebot umfasst:
- Umsetzung von Rauchbeschränkungen im Betrieb
- Informationsveranstaltungen zum Thema Rauchen
- Raucherentwöhnungskurse
Vor Beginn der Raucherentwöhnung wird die Schweigepflicht nach außen
auch über den Verlauf des Kursus hinaus vereinbart